Coachingprozess

Sie wird das Problem schon schaukeln

In schwingenden Höhen zum Ziel

Wenn eine Schaukel plötzlich mitten im Wald hängt und die Kundin zielstrebig draufzusteuert, um nur mal kurz in Kindheitserinnerungen zu schaukeln, dann kann es passieren, dass der Coachingprozess überraschenderweise befeuert wird und die Lösung unerwartet in neuen Bildern auftaucht. – So durften meine Kundin und ich es  unlängst bei einem Coaching erleben.

Schaukelnd zum Ziel

Endorphine machen glücklich

Die Kundin rief mir noch zu: „Seit über 30 Jahren habe ich nicht mehr auf einer Schaukel gesessen. Obwohl ich damals keinen Spielplatz ausgelassen habe, der ein Schaukelelement hatte, sogar auf dem Schulhof nutzte ich viele Pausen zum Schaukeln. Je höher, desto besser. Und danach ging es mir immer richtig gut. Ich meine, es beeinflusste meine Leistungen im Unterricht.“ Dann tauchte die Klientin ab in die Vergangenheit.  Sie hatte großen Spaß, erzählte von Bildern und Erinnerungen die auftauchten, bis ich sie nicht mehr hören konnte, weil sie immer höher schaukelte.  Plötzlich war ein lautes „Juhu Juhu“ zu vernehmen und: „Ich werde kündigen und das Angebot annehmen.“  

Die Kundin rief mir noch zu: „Seit über 30 Jahren habe ich nicht mehr auf einer Schaukel gesessen. Obwohl ich damals keinen Spielplatz ausgelassen habe, der ein Schaukelelement hatte, sogar auf dem Schulhof nutzte ich viele Pausen zum Schaukeln. Je höher, desto besser. Und danach ging es mir immer richtig gut. Ich meine, es beeinflusste meine Leistungen im Unterricht.“ Dann tauchte die Klientin ab in die Vergangenheit.  Sie hatte großen Spaß, erzählte von Bildern und Erinnerungen die auftauchten, bis ich sie nicht mehr hören konnte, weil sie immer höher schaukelte.  Plötzlich war ein lautes „Juhu Juhu“ zu vernehmen und: „Ich werde kündigen und das Angebot annehmen.“  

Total beschwingt kletterte sie bald von der Schaukel. (Ihr Thema: Entscheidungen treffen: in der Komfortzone der Angestellten zu bleiben, sich gleichzeitig eingeengt z u fühlen, aber der bisherigen Firma treu bleiben, weil ihre Vorgesetzten sie vor Jahren aus einem großen Dilemma befreit hatten. Oder ein Angebot eines anderen Unternehmens annehmen , dort mit neuen, unbekannten Aufgaben betraut werden, jedoch selbstständig arbeiten können.)

Was war geschehen?

Durch die Erinnerungen und die stark stimulierenden Bewegungen, ploppten schlummernde Ressourcen auf, die die Kundin bis dahin nur diffus wahrnehmen und benennen konnte. Durch das Schaukeln und die damit verbundenen Schwingungen im Außen wie Innen fühlte sie s ich immer entspannter und konnte das neue Unternehmen und die damit verbundenen Aufgaben aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein großes Freiheitsgefühl stellte sich ein.

Die Hirnforschung sagt…

Franz Hütter und Sandra M. Lang beschreiben in „Neurodidaktik für Trainer, Trainingsmethoden effektiver gestalten nach den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung, 2017“ gleiche oder ähnliche Erlebnisse so:

„Leichte Entspannung hilft dem Gehirn zusätzlich in einem Verarbeitungsmodus mit Alpha-Aktivität zu schalten und bewusste Inhalte unbewusst zu verarbeiten. In dieser Inkubationszeit finden kreative und assoziative Vernetzungsprozesse statt. Auch Default-Mode-Network genannt, die leichter zu neuen Erkenntnissen und Lösungen führen, als die Aktivitätszustände des Gehirns, die wir zum Beispiel für die gerichtete Aufmerksamkeit zum Bewältigen einer Aufgabe benötigen. Nicht nur Entspannungstechniken sind hier hilfreich, sondern auch Bewegungsphasen. Wichtig ist, dass in dieser Zeit keine intellektuell oder emotional schwierigen Themen bearbeitet werden, denn hinderliche Interferenzen könnten die unbewussten Assoziationsprozesse stören. Leichte Trance- oder hypnotische Zustände unterstützen diesen Kreativitätsmodus für neue Ideen, Lösungen, ein Refraiming oder einen Perspektivwechsel noch. (Reframing, engl.bedeutet wortwörtlich übersetzt «etwas in einen anderen Rahmen setzen». Durch geeignete Gesprächstechniken werden KundInnen, dazu geführt, dass sie eine Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder bei einer Herausforderung eine neue Perspektive einnehmen.)

Mit Schwung in die Zukunft

In unserem FollowUp-Gespräch vor einigen Tagen berichtete die Kundin, dass sie das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber im besten beiderseitigen Einvernehmen beenden konnte. Sie freut sich sehr auf die neue Herausforderung im neuen Unternehmen.

Weihnachten steht vor der Tür, und was glauben Sie, wünscht sich die Kundin?

Richtig, eine Schaukel für den eigenen Garten.

Überlegen Sie mal, wann Sie die besten Entscheidungen treffen? Wenn Sie allein sind, Ruhe haben oder in Bewegung in der Natur…

Wie wäre es mit einem Spaziergang in der Natur?

„Coaching in der Natur“ nutzt unter anderem das Gehen und die Bewegung und die frische Luft um Gedanken zu klären. Die Vielfalt der Materialien, Begegnungen oder Wettererscheinungen in der Natur werden als Hinweise oder Metaphern für Entscheidungen in die Prozessgestaltung einbezogen. Es darf auch eine Schaukel sein.

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